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Zug um Zug zur Idee

Manchmal muss ich raus aus meinen vier Wänden. Gewisse Arbeiten lassen sich am besten unterwegs erledigen. Etwa, wenn ich Konzepte schreibe, Ideen sammle oder Formulierungen ausprobiere. Dann packe ich meinen Laptop, schalte mein Festnetz-Telefon aufs Mobile um und nehme den nächsten Zug.

Wohin es dann geht, ist vollkommen egal. Am liebsten sind mir Züge, die ohne Halt lange Strecken fahren – also etwa Zürich-Genf oder noch besser: Romanshorn-Brig. Da setze ich mich rein und kann mich wunderbar auf meine Arbeit konzentrieren. Und jedes Mal, wenn ich vom Bildschirm aufschaue, bin ich an einem anderen Ort. Während die Bäume und Ortschaften an mir vorbei fliegen, fliegen mir die besten Gedanken zu, ungebremst und sehr spontan. Man ist unterwegs und das Denken und Fabulieren kommt in Fahrt, dass es eine Freude ist. Natürlich muss ich solche Texte dann in Ruhe nochmals nachbearbeiten – doch das muss ich ja immer. Vielleicht sind 80 oder auch 90 Prozent der Ideen am Ende nicht zu gebrauchen – doch auch das ist meistens so. Nur;

weil mir im Zug einfach mehr einfällt, bleiben mit 10% am Ende mehr konkrete Ideen, die ich verwerten kann.

Dumm ist nur, wenn das Telefon klingelt. Aber auch das ist immer so ... Denn ich telefoniere nicht gern, schon gar nicht im Zug. Sitzt man allein in einem dieser tollen Business-Abteile, geht das ja noch – doch in einem offenen Abteil ... ich mag das nicht. Darum kann es durchaus vorkommen, dass ich mein Mobile mal stumm schalte und den Anruf nicht entgegen nehme. Doch, liebe Kunden, Partner und Freunde, macht Euch alle keine Sorgen – ich ruf zurück, bestimmt. Sobald ich aus dem Zug raus bin oder so doch spätestens, wenn ich zurück im Büro bin – mit vielen neuen Ideen und fortgeschrittenen Arbeiten.

Nichts geht mehr Saure-Gurken-Zeit (Teil 1)